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Oktober/November: Das Umdenken der digitalen Präsenz

[Liebes Tagebuch:] Der Oktober startete nicht mit einer Vorlesung, sondern mit einem radikalen Rollenwechsel: Weg vom passiven Konsum grauer Theorie, hin zur Übernahme einer echten Agentur-Rolle. Unser Auftrag? Nichts Geringeres als die Neudefinition der digitalen Sichtbarkeit für das Medienmanagement (MeMa) hier an der Bauhaus-Uni. Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld aus Design, Daten und Wirkung und versuchen, den Studiengang im digitalen Rauschen zu platzieren – und das, ohne dabei seine akademische Authentizität zu verlieren. Wir raten hier nicht nur herum, was „schön“ aussieht, sondern validieren unsere Entwürfe mit Monitoring-Tools und externen Datensätzen. Außerdem sitzt die generative KI quasi als Teammitglied mit am Tisch: Wir integrieren sie direkt in die Content-Erstellung, behalten aber immer ein kritisches Auge auf die ethischen und stilistischen Grenzen. Ziel des Ganzen: Ein fettes Kommunikationskonzept, das wir im Januar vor einer Fachjury in einem professionellen Pitch verteidigen müssen. 

23.10.25: Kick-off

Die erste Sitzung hat direkt klargemacht, dass wir ab sofort als interdisziplinäres Strategieteam funktionieren müssen. Die Aufgabe ist komplex: Den digitalen Auftritt des MeMa nicht nur oberflächlich zu retuschieren, sondern von Grund auf neu zu konzipieren. Strategie, Gestaltung und Datenanalyse greifen hier erstmals untrennbar ineinander.

30.10.25: Der Blick unter die Motorhaube (Das Audit)

In der zweiten Woche ging es ans Eingemachte – die Analyse. Wir haben ein zweigeteiltes Audit gestartet:Internes Audit: Wir haben die technischen und personellen Strukturen, Redaktionsprozesse und Zuständigkeiten sichtbar gemacht, um den „Social-Media-Wildwuchs“ endlich zu stoppen. Externes Audit: Per Benchmarking haben wir uns mit den stärksten Mitbewerbern verglichen und das Sentiment sowie relevante Hashtags im Marktumfeld analysiert.Parallel dazu haben wir datenbasierte Personas entwickelt. In einem 45-minütigen Sprint haben wir fiktiven Archetypen Leben eingehaucht, ihre Pain Points definiert und die komplette Customer Journey durchgespielt. Zum Abschluss gab es noch die Arbeit am Leitbild: Wir haben die Mission (unser Auftrag) und die Vision (unser Zielzustand) formuliert, damit unsere Kommunikation nicht völlig im Leeren verläuft.

06.11.25: Die strategische Brücke

Im November kam die Erkenntnis: Corporate Design (CD) ist zwar unsere statische Basis, aber die echte Action passiert erst im Storytelling. Wir haben gelernt, dass Stories die strategische Brücke sind, die unsere Identität überhaupt erst in fesselnde Narrative übersetzt. Wir haben unsere Inhalte auf Elemente wie Thematik, Figuren und Handlung geprüft, damit jede Botschaft nicht nur Rauschen ist, sondern eine klare Absicht verfolgt. Storytelling ist hier quasi der operative Rahmen, der das abstrakte CD in konkreten Content verwandelt.

13.11.25: Die drei Säulen der Social Media Strategie

Die Planung wurde jetzt richtig taktisch, denn wir haben gelernt, dass ein langfristiger Strategieplan als übergeordneter Orientierungsrahmen essenziell ist. Um den unkoordinierten „Social-Media-Wildwuchs“ zu bändigen, haben wir unsere Maßnahmen in drei wesentliche Strategiebereiche zerlegt:

Selektionsstrategie: Die gezielte Auswahl von Kanälen und der perfekte Zeitpunkt – also wer, wann und wo? Verhaltensstrategie: Die Festlegung, wie wir aktiv oder passiv gegenüber den Nutzenden und dem Wettbewerb auftreten. Kommunikationsstrategie: Das eigentliche Content-Management und die Frage nach dem „Was“ und „Wie“.

–> Unser Ziel ist ein übergeordneter Strategieplan, der uns als langfristiger Plan (2–5 Jahre) zur Orientierung und Priorisierung dient.